Montag, September 25, 2017
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Chronik

 

Vor dem ersten Weltkrieg - im Jahre 1906 - wurde das Tambourcorps Eller gegründet.
Es nannte sich Tambourcorps Frohsinn und Gemütlichkeit Eller-Lierenfeld.
Der erste Batailöner hieß Johann Ehmanns.
Ihrem Namen gemäß führten die Mitglieder schon damals Signalhörner und Fanfaren mit. Darum wurde das Corps kurz "Fanfarencorps" genannt. Unter diesem Namen war es weit über die Grenzen Ellers bekannt.
Der erste Weltkrieg machte eine Zwangspause des Corps leben nötig. Alle Hörner und Fanfaren mussten damals abgegeben werden. Nach dem Motto "Gold gab ich für Eisen". Dieser Krieg hat viele Lücken in den Reihen des Tambourcorps hinterlassen. Trotzdem fanden sich die übrigen Spielleute wieder zusammen. Sie erneuerten im alten Sinne den Spielmannszug "Tambour- und Fanfarencorps Eller". Nach anstrengender Arbeit haben die "alten Kameraden" sehr viel geschafft: Es gab neue Uniformen, die Hüte mit den Federn mussten den Mützen weichen, alte Trommeln wurden wieder aufgefrischt und es ging wieder los.
Der erste Batailöner Johann Ehmanns hatte sich zur Ruhe gesetzt, und Peter Cohnen übernahm den Stock. Der zweite Batailöner hieß Wilhelm Schölgen. Es war ein stattliches und starkes Corps.
Im Schützenzug Eller wurden dann auch oft zwei Züge gestellt.

Nach 1933 begann für das Tambourcorps eine kritische Zeit. Aber die Kameradschaft wurde großgeschrieben. Peter Cohnen konnte aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr so recht mitmachen. Da sprang der allen Elleranern bekannte Karl Rudersdorf ein. Er leitete das Corps bis zum bitteren Ende. Der zweite Weltkrieg war ausgebrochen. Die meisten von uns mussten in den Krieg. Und wieder begann eine Zwangspause.
Nach dem Ende des so fürchterlichen zweiten Weltkrieges scharten sich wieder folgende Männer um Peter Cohnen: Adam Schrill, Fritz Caspari, Willi Leser, Adolf Stammen, Willi Schneider, Heinrich Kremer, Josef Richartz, Heini Sondermann, Wilhelm Ströter, Hermann Meis, Fritz Pitzer, I. Kloft und Gerhard Kurth, um den Spielmannszug erneut ins Leben zu rufen. Keine Uniform, keine Instrumente - nichts war mehr da. Alles mußte neu erworben werden. Bei dieser vielen Arbeit hat jeder anpacken müssen. Heinrich Kremer und Josef Richartz haben sich hierbei besonders hervorgetan. Aber es hat sich gelohnt: Peter Cohnen konnte wieder mit einem Tambourcorps 1 zu 12 antreten.

Wir schreiben das Jahr 1949: Die Trommeln - meist älteren Datums - waren noch mit Naturfell bezogen. Es kam vor, dass bei Regenwetter oder starken Sonnenschein bei jedem Spiel mehrere Felle rissen. Das war eine teure Angelegenheit. Aber nach und nach wurden neue Trommeln oder aber neue Kunststofffelle angeschafft.

1950 kam Leo Mikolaizik wieder nach Düsseldorf-Eller zurück und trat seinem alten Verein wieder bei. Trotz allen Strebens gab es jedoch mehr Tiefen als Höhen. Es fehlte an jungem Nachwuchs.

Mit Hilfe des Hauptvereins wurde 1952 ein Pagencorps gegründet. Hieran hatte der damalige Chef des St. Sebastianus Schützenvereins, Herr Willi Siebmann, ganz besonders Anteil. Peter Cohnen, der langjährige Bataillöner hat aus gesundheitlichen und Altersgründen sein Amt zur Verfügung gestellt. Sein Nachfolger wurde Leo Mikolaizik. Es sei hier auch auf unser 50-jähriges Stiftungsfest hingewiesen, das ganz groß gefeiert wurde. Mittlerweile machte sich auch die Gründung des Pagencorps angenehm bemerkbar. Dieses Corps war sehr vorteilhaft für den gesamten Spielmannszug, da der Tod in seine Reihen so manche Lücke gerissen hatte. Ältere Pagen konnten hier die Lücken wieder füllen.

1981 übernahm Hans-Josef Schmitz das Bataillöneramt und 1983 auch das Amt des 1. Vorsitzenden. Leo Mikolaizik musste wegen Krankheit zurücktreten und verstarb leider kurz danach. Er war ein Kamerad der das Corps geprägt und sehr weit gebracht hat.

1982 wurde ein neues Jugendtambourcorps gegründet, was aber leider nur 3 Jahre bestand hatte. Hieraus blieben Jürgen Kirchenbauer, Stefan Förster und Frank Wockenfuß übrig. Es wurde viel geübt und einstudiert. Neue Uniformen wurden angepasst, neue Instrumente konnten angeschafft werden. So manches Schützenfest, auch über die Grenzen von Eller hinaus, wurde gespielt.

1993 begann eine Zeit die wieder mit bangen begleitet wurde, denn die älteren Spielleute setzten sich langsam zur Ruhe und das Corps schrumpfte.

1995 gelang es dem Spieß, Frank Wockenfuß, nach fast 25 Jahren wieder eine Herrentour auf die Beine zu stellen, was ein voller Erfolg war, denn die Kameraden wollten freiwillig für eine neue Tour sparen.

1996 begann eine neue Ära für das Tambourcorps, wir beschlossen, weibliche Spielleute aufzunehmen, was die Reihen wieder füllte.

2000 wurde ein Wunder wahr, nach 94 Jahren bestehen des Corps, errang Frank Wockenfuß die Regimentskönigswürde in Eller, aber nicht genug er wurde ebenfalls IGDS-König der Stadt Düsseldorf, der sog. „Stadtkönig“. Dies war ein Augenblick auf dem wir alle sehr stolz waren.

2002 übernahm Helmut Kosog die Aufgabe des 1. Bataillöner mit Christian Görtz als 2. an seiner Seite.

2003 begannen unsere Vorbereitungen für unser 100 jähriges Jubiläum in 2006. Man beschloss einen Jubiläumstag für groß und klein auf die Beine zu stellen und es wurde eine Kommission gebildet die dieses vollbringen soll.

2005 Andreas Gabriel wurde Jungschützenkönig und Tobias Rally Schülerprinz des Regiments Eller.

2006 Günter Rüttgers wurde zum Ehrenbataillöner des Tambourcorps ernannt. In diesem Jahr wurde Steffen Rally Schülerprinz und Lukas Bieker Pagenkönig des Regiments Eller. Fritz Multhaup und Hermann Hegenscheidt wurden zum Ehrenmitglied ernannt.

2008 Helmut Kosog wurde Kompaniekönig, Inka Engel Kompaniejungschützenkönigin und Jennifer Nowicki Kompaniepagenkönigin. Zum Schützenfest errang Sascha Wal die Königswürde des Regimentsjungschützenkönig und Jennifer Nowicki die Regimentspagenkönigswürde. Helmut Kosog wurde die Ehrengabe der Stadt Düsseldorf überreicht (Stadtorden) und Frank Nowicki die bronzene Regimentsnadel. Das Tambourcorps wurde in Lierenfeld und in Eller zu Regimentstambourcorps ernannt. Zum Schützenfest in Eller konnten wir geniale 37 aktive Mitglieder zählen. Am 30.12.2008 verstarb unser Ehrenmitglied und Ehrenbataillöner Günter Rüttgers völlig unerwartet.

2009 Titularfest Eller wurde Christine Engel mit der silbernen Damenauszeichnung
und Gerhard Nowicki mit dem St. Seb. Ehrenkreuz ausgezeichnet.
Michael Siegmund wurde neuer Kompaniekönig und Steffen Rally Kompaniejungschützenkönig.
Sandra Steglich wurde mit der silbernen Vereinsnadel ausgezeichnet.
Im Mai liefen zum ersten Mal 3 Generationen mit im TC durch Lierenfeld. Vater, Sohn und Enkel Görtz. Auf Schützenfest wurden Jürgen Tesch mit dem SVK, Wilhelm Ströter mit dem 60jährigen Jubelorden und Friedrich Multhaup mit dem 50jährigen Jubelorden augezeichnet auch Hansi Ringes wurde mit der Ehrengabe der Stadt Düsseldorf auf dem Schützenfest Lierenfeld ausgezeichnet.

2010 Am 27. März fand unser Krönungsball statt dort wurde Frank Wockenfuß mit Königin Michaela zum neuen Kompaniekönig gekrönt ebenso Matthias Matschulat zum Jungschützenkönig und Lukas Bieker zum Pagenkönig.
Auf Schützenfest wurde Karl-Wilhelm Ströter für 50 Jahre und Gerhard Nowicki für 60 Jahre Mitgliedschaft im Regiment ausgezeichnet.

2011 Am 09.01.verstarb unser Ehrenmitglied und Protektor Hans Daniels. Am 22.02. verstarb unser Ehrenmitglied Gerhard Nowicki. Am 26. März fand unser Krönungsball statt, es wurde Frank Nowicki mit Königin Claudia zum Kompaniekönigspaar gekrönt, Tobias Rally zum Jungschützenkönig und Marc Wockenfuß zum Pagenkönig.

2012 Im Januar wurde ein neuer Vorstand gewählt, da übernahm Jürgen Tesch den 1. Vorsitzenden und Frank Nowicki den 1. Kassierer und Siegfried Görtz wurde neuer Spieß. Sandra Steglich als Geschäftsführerin wurde in ihrem Amt bestätigt. Wir konnten auch wieder 2 Kinder als Neuzugang verzeichnen.

2013 Aus gesundheitlichen Gründen musste Jürgen Tesch wieder zurücktreten, Helmut Kosog übernahm für 3 Jahre wieder den ersten Vorsitzenden.Zum Kompaniekönig wurde Christian Görtz, Kompaniejungschützenkönig Marc Wockenfuß und Kompaniepagenkönig Katrin Wolfertz gekrönt.

Durch viel Fleiß, Einsatzbereitschaft gelangte das Corps zur heutigen Stärke. Wir hoffen, dass wir noch recht lange in guter Kameradschaft zusammen spielen können.